
Ignite Magazine
Die Wissensplattform für Flammschutz der nächsten Generation
Brandschutz durch Wissenschaft: Flammschutzlösungen der nächsten Generation für den öffentlichen Verkehr
Der öffentliche Personennahverkehr tritt in eine neue Sicherheitsära ein, angetrieben durch steigende Anforderungen von Fahrgästen und Betreibern. Mit dem weltweiten Ausbau effizienter und sicherer Transportsysteme wächst der Bedarf an Materialien, die höchste Brandschutzanforderungen erfüllen. Erfahren Sie, wie moderne Flammschutzlösungen die Sicherheit im öffentlichen Verkehr nachhaltig verbessern.
Bildnachweis: GULEC

Mit dem Wachstum der Weltbevölkerung steigen auch die Investitionen in öffentliche Verkehrssysteme wie Schienen- und Busnetze weltweit deutlich an. Diese Entwicklung unterstreicht die zentrale Bedeutung der Sicherheit im täglichen Personenverkehr – insbesondere für Ingenieure, Forschende und Fachkräfte, die an der Entwicklung und Herstellung von Materialien für Anwendungen im öffentlichen Verkehr beteiligt sind. Im Gegensatz zum Automobil- oder Privatsektor ist der öffentliche Verkehr mit besonderen brandschutztechnischen Herausforderungen konfrontiert, da eine Vielzahl realer Einsatzszenarien sowie klar definierte Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden müssen.
Verständnis der Brandschutzanforderungen
Sicherheitsstandards für den öffentlichen Verkehr, wie die Brandschutzanforderung für Schienenfahrzeuge EN 45545-2, sind streng und darauf ausgelegt, spezifische Risiken im Zusammenhang mit hochfrequentierten öffentlichen Umgebungen zu adressieren. Diese Standards sind ausschlaggebend für die Entwicklung von Produkten, die sowohl die Anforderungen an die Flammwidrigkeit erfüllen als auch ihre nicht brandbezogenen Eigenschaften beibehalten. Der Trend hin zu neueren, sichereren und umweltfreundlicheren Materialien verkompliziert diese Landschaft weiter und markiert eine bedeutende Transformation der Branche in Richtung Nachhaltigkeit.
Fallstudien: Orientierung in den EN 45545-2 Standards
Um dies zu veranschaulichen, betrachten wir einige Tests gemäß der Norm EN 45545-2 mit dem Anforderungssatz R21:
Test 1: Wärmefreisetzung
- Methode: ISO 5660-1 mit einem Wärmestrom von 25 kW
- Parameter: Maximale durchschnittliche Wärmefreisetzungsrate (MARHE)
- Anforderung: Geringe Wärmefreisetzung in Brandszenarien
- Szenario: Ein Brandereignis in einem Personenwagen im Flashover-Stadium
- Ziel: Reduzierung oder Verhinderung der Brandausbreitung auf benachbarte Wagen
- Ergebnis: Gewährleistet die sichere Evakuierung von Fahrgästen und Personal
Test 2: Rauchgasdichte
- Methode: ISO 5659-2 mit einem Wärmestrom von 25 kW plus einer Zündflamme
- Parameter: Maximale optische Dichte (Ds max)
- Anforderung: Geringe Rauchentwicklung bei Bränden
- Szenario: Ein Brandereignis in einem Personenwagen im Flashover-Stadium
- Ziel: Maximierung der Fluchtzeit für Fahrgäste und Personal
- Ergebnis: Aufrechterhaltung der Sichtbarkeit und Orientierung für die Evakuierung
Test 3: Rauchgastoxizität
- Methode: ISO 5659-2 zusammen mit FTIR, mit einem Wärmestrom von 25 kW plus einer Zündflamme
- Parameter: Konventioneller Toxizitätsindex (CITg)
- Anforderung: Geringe Rauchgastoxizität bei Bränden
- Szenario: Ein Brandereignis in einem Personenwagen im Flashover-Stadium
- Ziel: Minimierung der Gastoxizität
- Ergebnis: Schützt Fahrgäste vor der Exposition gegenüber toxischen Gasen
Herausforderungen und Lösungen für Formulierer
Die Entwicklung von Flammschutzformulierungen für diese Anwendungen ist technisch anspruchsvoll und mit erheblichem Entwicklungsaufwand verbunden. Die hohen Prüftemperaturen von häufig über 500 °C stellen konventionelle Flammschutzmittel vor große Herausforderungen, da viele Systeme unter diesen Bedingungen thermisch zersetzen. Gleichzeitig erfordert der Einsatz innovativer Werkstoffe umfangreiche Labor- und Entwicklungsarbeit, um neue Harzsysteme zu verstehen und geeignete Flammschutzlösungen zu entwickeln. Die Arbeit von Ingenieuren, Forschenden und Materialentwicklern spielt daher eine entscheidende Rolle für die Sicherheit im öffentlichen Verkehr.
Zusätzlich erschweren die hohen mechanischen Anforderungen in Kombination mit anspruchsvollen Brandschutzvorgaben die Einhaltung aller Spezifikationen erheblich. Für Formulierer im öffentlichen Verkehrssektor gleicht die Entwicklung normgerechter Systeme daher häufig einer „Mission Impossible“, da sowohl mechanische Eigenschaften als auch das geforderte Brandverhalten gleichzeitig erfüllt werden müssen.
„Sicherheitsstandards im öffentlichen Verkehr, wie die Brandschutznorm EN 45545-2 für Schienenfahrzeuge, sind äußerst anspruchsvoll und darauf ausgelegt, spezifische Risiken in hochfrequentierten öffentlichen Bereichen zu berücksichtigen.“
GULECs Engagement: Entwicklung fortschrittlicher Lösungen
Bei GULEC sind unsere halogenfreien GERPHOS-Flammschutzsysteme speziell für Anwendungen im öffentlichen Verkehr ausgelegt und erfüllen anspruchsvolle Brandschutznormen im Schienenverkehr, in der Luftfahrt sowie im Busbereich. Wir begleiten unsere Partner über den gesamten Entwicklungsprozess hinweg und bieten:
- Maßgeschneiderte Polymermatrix-Rezepturen
- Praxiserprobte und zugelassene FR-Lösungen
- Umfassende Unterstützung während der F&E-Phasen
- Ungiftige, zukunftssichere Flammschutzlösungen
- Zugang zu umfangreichem FR-Wissen und Fachkompetenz
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die brandschutztechnischen und regulatorischen Anforderungen im öffentlichen Verkehr zwar äußerst anspruchsvoll sind, die fortschrittlichen Lösungen von GULEC Herstellern jedoch dabei unterstützen, diese komplexen Anforderungen sicher und nachhaltig umzusetzen.
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